Der Kürbis - Halloweenblog

Heutzutage ist der lächelnde Kürbis ein Symbol des alljährlichen Halloween-Festes und ein unzertrennliches Element der Partys, auf denen alle Gäste spezielle Kostüme, Masken und Perücken tragen. Früher war es aber nicht so lustig – lange war der Kürbis ein Zeichen der verdammten Seelen.
Der Kürbis ist nicht nur ein Symbol der Zaubernacht, sondern auch eine sehr leckere und nahrhafte Frucht, von der es circa 1000 Arten gibt. Die bekanntesten Mitglieder dieser Familie sind: Melonen, Wassermelonen, Kalebassen, Zucchini und die allgemein bekannte Gurke. Von manchen Arten gewinnt man Öl, von den anderen Kerne, manchen werden Heilkräfte zugeschrieben und andere erfüllen eine rein dekorative Rolle.
Bei uns kommen am häufigsten die gelb- und orangefarbigen Kürbisse vor, die am nächsten mit dem Riesen-Kürbis verwandt sind. Manche Früchte wiegen sogar über 50 Kilo, was aber noch nicht zu den Rekorden zählt. Jedes Jahr finden Europäische Meisterschaften der Kürbiszucht statt und dort gibt es oft Kürbisse, die über 500 Kilo wiegen.
Der Kürbis  ist kalorienarm (100 Gramm entsprechen ca.  15 Kcal). Außerdem ist er reich an Zellulose, Eiweiß, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Vitamin A, B1, B2, C und Niacin.
Schon in der Antike war der Kürbis bekannt. Der berühmte römische Senator, Feldherr und Feinschmecker Lukullus (177-56 v.Chr.) servierte während seiner Feste einen in Honig gebratenen Kürbis. Nach Europa kam der Kürbis erst in der Neuzeit (16. Jahrhundert).
Das bekannteste Symbol von Halloween, also der ausgehöhlte Kürbis mit einer Kerze drin, kam nicht wie allseits verbreitet aus Amerika zu uns. Den Brauch der sogenannten „Jack-o-lantern“  haben die ersten irländischen Emigranten nach Europa gebracht.
Die Halloween-Nacht hat ihre Wurzeln in einer mittelalterlichen keltischen Tradition. In dieser Nacht bezahlten die Geister der Verstorbenen für ihre Sünden, indem sie die Lebenden auf der Erde besuchten. Die Legende des Trinkers Jack O´lantern besagt, dass er nach seinem Tod aufgrund seines wilden Lebenstils an der Himmelspforte nicht erwünscht war. In der Hölle wollte der Teufel ihn aber auch nicht haben und so musste Jack auf der Erde umherirren. Der Teufel gab ihm noch ein Stück glühender Kohle für die Orientierung in der Dunkelheit mit auf den Weg. Jack steckte diese in eine angebissene Speiserübe und baute sich so eine Laterne.
Und da in Amerika alles größer und spektakulärer sein muss, wurde die Rübe durch einen Kürbis ersetzt.